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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2019
Ach, Europa
Vielfältig, widersprüchlich, wunderbar – die EU vor der Wahl
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 10.05.2019

Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), fordert den Zugang von Frauen zu allen Weiheämtern der katholischen Kirche. Dies sei nicht nur eine Frage der Gleichberechtigung, sondern »eine Überlebensfrage für unsere Kirche«, sagte sie beim »Tag der Diakonin«. Unterstützt wird die ZdK-Position von zahlreichen katholischen Frauenverbänden und etlichen Theologinnen und Theologen.

Alexander van der Bellen, Österreichs Bundespräsident, ist wieder in die evangelische Kirche eingetreten. Zur Begründung sagte er, ihm sei die Botschaft des Neuen Testaments wichtig. Allerdings sei diese nicht nur für Kirchenmitglieder relevant. Er habe in seiner politischen Laufbahn viele gute Begegnungen mit Vertretern der Kirchen gehabt. Die Kirchen hielten wie das Rote Kreuz und andere Organisationen das Ehrenamt hoch. »Ich möchte mir Österreich nicht ohne diesen unersetzlichen Einsatz vorstellen.«

Martina Fischer, Referentin für Frieden bei der evangelischen Hilfsorganisation Brot für die Welt, hat die dramatisch angestiegenen Rüstungsausgaben kritisiert. Höhere Militärausgaben machten die Welt nicht sicherer. »Die Staaten, die heute die Weltrangliste bei den Militärausgaben anführen, sollten endlich umsteuern und mehr Geld für die Entwicklungszusammenarbeit, die Vorbeugung und für die Bewältigung der Ursachen von Gewalt ausgeben.«

Scharwarsch Owassapian, Vorsitzender des Zentralrats der Armenier in Deutschland, ist bestürzt, dass zwei Gedenkveranstaltungen zum Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich aus Sicherheitsgründen abgesagt werden mussten. In Stuttgart räumte die Polizei nach einer Bombendrohung die Lutherkirche, in Frankfurt am Main sagte der Hauptredner der zentralen Gedenkfeier nach einem Hinweis des französischen Geheimdienstes seine Teilnahme ab. Beide Male werden türkische Extremisten hinter den Drohungen vermutet. Die Vorfälle zeigen, so Cem Özdemir (Grüne), dass »Erdogans rhetorische Giftpfeile auch uns in Deutschland treffen«. Der türkische Präsident leugne nic

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