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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2018
Kennen wir uns?
Jesus, Marx und die Krise des Kapitalismus. Ein Streitgespräch
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 11.05.2018

Miriam Saage-Maaß, Rechtsanwältin und Mitglied am Menschenrechtszentrum ECCHR in Berlin, kritisiert europäische Waffenlieferungen in den Jemen. Transnationale Firmen wie Rheinmetall profitieren von dem Krieg, während gleichzeitig Europa humanitäre Hilfe für Menschen leistet, die von den Waffenexporten betroffen sind. Dies sei eine »unfassbare Heuchelei«.

Jens Ullrich, homosexueller Jugendwart im evangelischen Kirchenbezirk Aue, hat seinen Vertrag mit der Kirche gekündigt. Ullrich fühlt sich von den Gemeinden im Erzgebirge wegen seiner Lebensweise diskriminiert. Sachsens Landesbischof Carsten Rentzing sagte, Ullrich habe einen »großartigen Dienst« geleistet. Zugleich räumte er Fehler ein, die »auf der Ebene der Kommunikation und des gegenseitigen Respekts liegen«.

Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, stellt sich gegen die Pläne der brandenburgischen Landesregierung, Totenasche zur Anfertigung von Diamanten freizugeben. Zwar sei es verständlich, dass man ein Stück des geliebten Menschen nah bei sich behalten wolle, wendet aber ein: »Aber es bedeutet, dass man das, was vom Körper des Verstorbenen übrig bleibt, aufteilt und für sich behält. Er wird zur Sache.« Die geplante Änderung würde außerdem eine kommerzielle Verwertung möglich machen.

Scott McConnell, Direktor der evangelikalen Forschungseinrichtung Life Way Research, bedauert, dass die meisten Protestanten in den USA immer noch rassengetrennt zum Gottesdienst gehen. 81 Prozent der mehr als tausend befragten protestantischen Pastoren erklärten, dass ihre Gemeinden hauptsächlich aus Angehörigen einer einzigen ethnischen Bevölkerungsgruppe bestünden. Besonders gering ist die Durchmischung bei den Lutheranern. 89 Prozent der befragten lutherischen Pastoren gaben an, ihre Gemeinden bestünden nur aus Weißen.

Papst Franziskus hat im sogenannten Kommunionstreit den Ball an die Deutsche Bischofskonferenz zurückgespielt. Diese hatte im Frühjahr mit eine

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