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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2018
Kennen wir uns?
Jesus, Marx und die Krise des Kapitalismus. Ein Streitgespräch
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 11.05.2018

Der Mensch ist anders

Zu: »Krone der Schöpfung?« (7/18, Seite 26-30)

Trotz aller Mitgliedschaft des Menschen in der kosmischen Gemeinschaft und seiner Verwandtschaft mit allen andern Mitgliedern kommt man nicht umhin, einen Bruch im Verhältnis des Menschen zu dieser Gemeinschaft festzustellen: Er ist Subjekt, steht dem Universum gegenüber, erforscht es und kann (und muss) sein Verhältnis zu ihm selbst gestalten. Ohne sich dessen vielleicht bewusst zu sein, hebt der Autor selbst den Menschen in dieser Gemeinschaft hervor und bestätigt den eben genannten Bruch. Denn an wen ergeht sein Aufruf zu einer grünen Reformation? An die Mineralien? An die Pflanzen? Die Tiere? Doch wohl kaum. An wen also sonst? Hubert Hausemer, L-Bettembourg

Die biblische Aufforderung, dass wir Menschen uns die Erde untertan machen sollen, verstehe ich im aktuellen zeitlichen Kontext als Ermunterung an jeden Einzelnen und uns alle, sich die Erde, so gut es uns gelingt, vertraut zu machen – schließlich betrifft das auch unsere eigenen Existenzbedingungen. Der Herrschaftsanspruch ist dann weg und die Perspektive zu gleichberechtigtem Miteinander aller Lebewesen konzeptionell, als Basis für alles Weitere, eröffnet. Christoph Müller-Luckwald, Bingen

»Unser heutiges westliches Verhältnis zur Natur ist nicht von Verbundenheit geprägt. Die Natur ist für uns nur Objekt.« Mit diesen Worten hat Bernd Kappes den Nagel auf den Kopf getroffen. Unser heutiges Verhältnis. Das heißt nicht, dass es immer so war. In der Kulturgeschichte lässt sich der bedeutungsvolle Einfluss der monotheistischen Religionen auf das Verhältnis des Menschen zur Natur erkennen. Mit der Gottesebenbildlichkeit des Menschen beginnt ein neuer Abschnitt. Ebenbild des einen, wahren, allmächtigen Gottes! Was für ein Aufstieg für Homo sapiens! »Die ideologische Mittelpunktstellung des Menschen« ist ein monotheistisches Produkt. Kann eine grüne Reformation von Theologie und Glaube es aus dem Weg räumen? Horst Dittrich, Oelde

Die Bezeichnung »Mensch als Krone der Schöpfung« steht so nicht i

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