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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2017
Reformation 2.0: Das wahre Erbe Martin Luthers
Der Inhalt:

Selbstfindung mit Fuchs

Roman. Es gibt nicht viele Bücher, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen anrühren: »Mein Freund Pax« ist eines davon. Die dramatische Freundschaftsgeschichte kann man lesen und dabei vergessen, ins Bett zu gehen. Oder seinen Kindern vorlesen, gemeinsam die stimmungsvollen Illustrationen betrachten und ins Gespräch kommen. Darum geht’s: Peters bester Freund ist Pax, ein zahmer Fuchs, den er selbst aufgezogen hat. Als ein Krieg ausbricht, geht Peters Vater zu den Soldaten, und Peter muss zu seinem Großvater ziehen. Pax darf nicht mit und wird im Wald ausgesetzt. Die Trennung von Pax bricht Peter das Herz und er macht sich allein auf den weiten Weg nach Hause zurück, um seinen Freund wiederzufinden. Auf dem Weg bricht er sich den Fuß und lebt eine Zeit lang bei einer Einsiedlerin. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt – aus Peters und aus Sicht des Fuchses. Denn auch Pax vermisst Peter und will zurück zu ihm. Doch während er einen Weg sucht, muss der »Menschenstinker«, wie die anderen Füchse ihn beschimpfen, lernen, seinen Instinkten zu vertrauen, um im Wald zu überleben. Ähnlich ergeht es Peter: Auch er muss lernen, anderen Menschen zu vertrauen und seine in ihm schlummernden Fähigkeiten entwickeln – und so wird die Suche nach dem innig geliebten Freund für beide auch zu einer Suche nach sich selbst. Sara Pennypacker wirft tiefgehende Fragen auf wie die, wohin man gehört und was es bedeutet, sich mit jemandem eins zu fühlen, und beantwortet sie in ihrer spannenden Geschichte auf poetische und einfühlsame Weise. Dabei nimmt sie ihre kindlichen Leser ernst, ohne ihren Horizont zu überschreiten. Beschreibungen des Verhaltens der Tiere sorgen zwischendurch für emotionalen Abstand. Ein Buch, das schon jetzt das Zeug zum Klassiker hat.

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