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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2017
Reformation 2.0: Das wahre Erbe Martin Luthers
Der Inhalt:

Mit Flüchtlingen KZ-Gedenkstätten besuchen?

Aydan Özuguz (SPD), die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hat vorgeschlagen, mit Flüchtlingen im Rahmen von Integrationskursen auch KZ-Gedenkstätten zu besuchen. Es sei eine schwierige Herausforderung, »Menschen deutsche Geschichte zu vermitteln, die wenig über den Holocaust wissen und von denen viele aus Ländern kommen, in denen Konflikte mit Israel zu pauschalen negativen Ansichten über Juden geführt haben«. Wenn der Besuch einer KZ-Gedenkstätte gut vorbereitet werde, sei dies eine sinnvolle Ergänzung des Integrationskurses. »Solche gemeinsamen Besuche und Gespräche gehen mitten ins Herz, und wohl kaum jemand wird dabei nicht nachdenklich.« Ähnlich hatte sich auch der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, geäußert. Scharfe Kritik äußerte dagegen Jens-Christian Wagner, der Leiter der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen. Es sei »naiv«, Gedenkstättenkurzbesuche als »demokratische Schutzimpfung« zu sehen. »Jemand mit gefestigtem antisemitischem oder rassistischem Gedankengut kommt nicht nach zwei Stunden Bergen-Belsen als geläuterter Demokrat wieder heraus.« Besuche von Gedenkstätten dürften auch niemals verpflichtend sein. Freiwilligkeit sei eine Grundvoraussetzung für politische Bildung.

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