Zur mobilen Webseite zurückkehren

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2017
Reformation 2.0: Das wahre Erbe Martin Luthers
Der Inhalt:

REFORMATION AM RANDE: Die kurze Spanne Hoffnung

Papst Hadrian VI. erkannte die berechtigten Anliegen der Reformation. Doch er hatte nicht die Zeit, den Vatikan zu ändern

Wir wissen wohl, dass auch bei diesem Heiligen Stuhl schon seit manchem Jahr viel Verabscheuungswürdiges vorgekommen, Missbräuche in geistlichen Sachen, Übertretungen der Gebote, ja, dass alles sich zum Argen verkehrt hat. So ist es nicht zu verwundern, dass die Krankheit sich vom Haupt auf die Glieder, von den Päpsten auf die Prälaten verpflanzt hat.«

Dieses Schuldbekenntnis ließ Papst Hadrian VI. kurz nach seinem Amtsantritt durch seinen Legaten vor dem Reichstag in Nürnberg im Januar 1523 verlesen. In aller Öffentlichkeit sollte die Schuldverstrickung der Kirche bekannt werden. »Wir alle, Prälaten und Geistliche, sind vom Wege des Rechtes abgewi