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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2016
Schwierige Schüler
Ausrasten, stören, treten: Ein Fall für die Sonderschule? Eine Lehrerin sagt Nein
Der Inhalt:

Vorgespräch: Was bedeutet Willkommen?

von Barbara Tambour vom 13.05.2016
Fragen an Eva Deitert, Koordinatorin der Zusammenkunft »welcome2stay« in Leipzig

Publik-Forum: Frau Deitert, Sie organisieren im Juni eine Zusammenkunft von Flüchtlings- und Solidaritätsinitiativen in Leipzig. Was ist das Thema des Treffens?

Eva Deitert: Es geht um Flucht, Migration, Grenzregime, die Solidaritätsbewegung. Und um die Frage, wie gelebte Solidarität und ein gutes Leben für alle gelingen kann. Kern des Programms sind drei große Plenumsveranstaltungen im »Pavillon der Hoffnung« auf dem Alten Messegelände.

Was wollen Sie damit erreichen?

Deitert: Die Ereignisse des vergangenen Jahres, der »Sommer der Migration« und die Willkommensbewegung, haben unsere Gesellschaft verändert. Wir wollen nun die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam nach einem politischen »Wie weiter?« fragen. Das ist in einer Zeit rassistischer Gewalt und rechter Wahlerfolge dringend nötig.

Gibt es bei der Zusammenkunft nur Diskussionsveranstaltungen?

Deitert: Nein, am Samstag gibt es Workshops, etwa zu Fluchtursachen, zur Verschärfung des Asylrechts, zu alternativer Asylpolitik und politischer Solidaritätsarbeit. Außerdem auch ein Kulturprogramm, Filmaufführungen, Ausstellungen sowie kreative Angebote für Kinder. Und dann beginnt am Samstagabend die »Lange Nacht der Visionen«.

Was passiert denn in der »Langen Nacht der Visionen«?

Deitert: Wir wollen künstlerisch-kreativ unter Beteiligung vieler darüber nachdenken, wie eine andere Zukunft aussehen kann und wie wir dahinkommen. Beispielsweise planen wir eine Schreibwerkstatt und eine Dokumentation in Form einer Graphic Novel. Am Sonntagvormittag wollen wir die Ergebnisse aus den Workshops, Plenumsdiskussionen und der »Langen Nacht der Visionen« zusammenbringen und in politische Zielsetzungen und Verabredungen einfließen lassen.

Im Flyer ist von »Pennplatz-Börse« und einer »Vokü« (Volksküche) die Rede. Mit solchen Formulierungen sprechen Sie ein junges, linkes Publikum an. Kann denn auch kommen, wer sechzig Jahre alt und in der kirchlichen Flüchtlingsarbeit tätig ist?

Deitert: Ja, natürlich! Schon im Organisationskreis sind wir nicht nur junge Leute. Die Zusammenkunft wird zwar von linken Organisationen getragen, ei

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