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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2016
Schwierige Schüler
Ausrasten, stören, treten: Ein Fall für die Sonderschule? Eine Lehrerin sagt Nein
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 13.05.2016

Harald Lesch/Christian Kummer
Wie das Staunen ins Universum kam
Patmos. 190 Seiten. 17,99 €

Es ist die Traubenhyazinthe, die den Astrophysiker Harald Lesch und den Theologen und Biologen Christian Kummer immer wieder ins Staunen versetzt. Die Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse hat sie zu ihrem anregenden Buch veranlasst. In zwei Zügen durchstreifen die beiden Naturwissenschaftler die Entstehung des Universums: einmal vom Urknall bis hin zu den Kontinentalverschiebungen. Und ein zweites Mal über die Entwicklung des Lebens vom Wasser über das Land bis hin zur Traubenhyazinthe. Die Geschichte des Universums wird auf knappem Raum in der Komplexität der jeweiligen Wissenschaft erzählt. Faszinierende Bilder und Grafiken helfen über manche Verständnisschwierigkeit hinweg und spornen zur weiteren Lektüre an. Prägend ist die staunende Haltung der Autoren gegenüber ihrer Erkenntnis. Gegen die Anhänger des »Intelligent Designs« argumentieren sie überzeugend für die Evolutions- und für die Urknalltheorie. Gott begreifen sie als Horizont aller Wirklichkeit, ja als den Unterschied zwischen Sein und Nichtsein, ohne den nichts wäre. Dieses im Nachwort skizzierte Gottesverständnis ruft nach einem Folgeband. Torsten Habbel

Otto Kettmann
Limburg 2013 – Anatomie eines Skandals
Lit. 140 Seiten. 24,90 €

Der Autor, ein freiberuflicher Kommunikationsberater, erblickt in den Auseinandersetzungen um den ehemaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst einen »neuen Typus von Skandal«. Einem ungeschickten und hilflosen Bischof sei es nicht gelungen, einer skandalisierenden, teils unfairen, interessegeleiteten und zum Teil selbst in die Auseinandersetzung verwickelten Medien-Öffentlichkeit (Beispiel Spiegel) mit einer konstruktiven Öffentlichkeitsarbeit entgegenzutreten. Der Skandal von Limburg lehre, dass ein präventives und transparentes Risikomanagement in der Kirche notwendig sei und Aussitzen keine Alternative sein könne. Kettmann eiert in seiner Analyse der Limburger Geschehnisse etwas herum. Er zeigt viel Verständnis für den zurückgetretenen Bischof, der zu schnell zum »Sündenbock« gemacht worden sei. Berechtigte Kritik an Tebartz, der bei der Finanzierung seines Bischofssitzes rücksichtlos war, erwiesenermaßen gelogen und

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