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Personen und Konflikte

vom 27.04.2018
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Uta Losem, Vertreterin der katholischen Kirche im Ethik-Beirat des Echo-Musikpreises, hat als einziges Mitglied des Gremiums gegen die Verleihung des Preises an die Rapper Kollegah und Farid Bang gestimmt. Alle anderen Mitglieder des Ethikrats, darunter Politiker, der evangelische Kirchenvertreter und Lehrer, waren der Meinung, die Rapper hätten die künstlerische Freiheit »nicht wesentlich« übertreten. In den Liedtexten des Duos heißt es unter anderem: »Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen«. Auf dem preisgekrönten Album verhöhnen die Rapper auch die Opfer der Attentate von Paris und Berlin. Losem, die einzige Frau im Ethikbeirat, sagte der FAZ: »Insgesamt scheint das Gespür dafür verlorengegangen zu sein, was geht und was nicht geht.« Der Musiker Sven Regener von Element of Crime hat die zum Bertelsmann-Konzern gehörende Plattenfirma BMG kritisiert. Zwar werde Popmusik immer von Minderheiten gehört, aber »wenn Bertelsmann solche Musik verkauft und der Fernsehsender Vox sie ins Abendprogramm hievt, dann heißt das: Was in dieser Musik ausgesagt wird, das ist normal, das ist harmlos. Frauenhass und Antisemitismus: Das ist normal.« Es sei höchst problematisch, wenn »dieser Eindruck auf diese Weise durchgesetzt« werde, sagte er der Zeit.

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