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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2015
Mitten unter uns
Sklaverei ist längst nicht ausgestorben
Der Inhalt:

Wer ist der wahre Verräter?

von Karl-Josef Kuschel vom 24.04.2015
In seinem neuen Roman »Judas« stellt der israelische Schriftsteller Amos Oz die alte Frage nach Schuld und enttäuschten Idealen neu – und verknüpft sie mit der Geschichte des Staates Israel

Ich glaube keine Sekunde daran, dass Jesus Gott war oder Gottes Sohn. Aber ich liebe ihn. Ich liebe die Worte, die er sagte. Ich habe ihn geliebt, seit ich zum ersten Mal seine Botschaft im Neuen Testament las, als ich fünfzehn war.« Das sagt eine der jüdischen Hauptfiguren im neuen Roman »Judas« von Amos Oz.

Oz, der 1939 in Jerusalem geboren wurde, ist einer der maßgebenden Vertreter der israelischen Gegenwartsliteratur. Wie aber kommt seine Hauptfigur dazu, sich derart mit Jesus zu beschäftigen? Die Antwort: Weil er von einer der rätselhaftesten und zugleich wirkungsgeschichtlich abgründigsten Figur der Glaubensgeschichte nicht loskommt: von Jesu Gefährten Judas Ischariot. Die Geschichte von Judas ist die Urgeschichte eines Verrats schlechthin, erzählt durch die Jahrtausende hindurch auf Kosten der Juden.

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