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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2015
Mitten unter uns
Sklaverei ist längst nicht ausgestorben
Der Inhalt:

Elektra weint, hofft, lauert und jubelt

von Benjamin Künzel vom 24.04.2015

Oper. Den einen gilt sie als schwierig, den anderen als Meilenstein: die »Elektra« von Richard Strauss. Doch von sperriger Atonalität kann bei dieser Oper keine Rede sein. Die »elektrische Folter«, wie ein Satiremagazin nach der Dresdner Uraufführung titelte, ist ein Mythos, der weitaus mehr Missstimmung verbreitet als Strauss’ hochemotionale Musik. Er zelebriert hier die wildesten Walzer, verwandelt Sprache in Musik, findet Herzenstöne für noch immer gültige Gefühle und überwältigt die Hörer mit stampfendem, finalem C-Dur-Jubel.

In Mykene wartet die Königstochter Elektra auf die Rückkehr ihres Bruders Orest. Dieser soll den ermordeten Vater Agamemnon rächen. Die Tragödie nimmt ihren Lauf, und Elektras Musik weint, hofft, seufzt, jubelt und lauert. Strauss ist ein Meister der Farben, wenn es darum geht, Emotion

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