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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2015
Mitten unter uns
Sklaverei ist längst nicht ausgestorben
Der Inhalt:

Ein »Haus der Schatten« in Limburg?

vom 24.04.2015

Rund 31 Millionen Euro hat sich der frühere Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, sein neues Bischofshaus auf dem Domberg kosten lassen. Der Bau wurde zum Skandal und hat den Bischof das Amt gekostet. Was mit dem Haus machen? Hanno Heil, ehemals Referent des früheren Limburger Bischofs Franz Kamphaus, hat jetzt vorgeschlagen, das Bischofshaus künftig als »Haus der kirchlichen Schatten« zu nutzen. Man könne dort einen Ort für wechselnde Ausstellungen schaffen, die sich mit den Schattenseiten der katholischen Kirche beschäftigen: dem Umgang mit Geld, mit der Macht, mit dem Nationsozialismus, mit den Menschenrechten, den Frauen, den Juden … Auf diese Weise, so Heil, könne man die »Widersprüche zwischen dem Anspruch des Evangeliums und der Wirklichkeit kirchlichen Lebens ausdrücklich und dauerhaft« bedenken. Es sei jedenfalls kaum vorstellbar, dass man an diesem Ort »einen Vortrag über die Armutsbewegungen in der Kirche, den Auftakt einer Spendenkampagne oder eine Konferenz über notwendige Sparmaßnahmen im Bistum durchführen kann«. Der nüchterne Blick auf die eigenen Schattenseiten könne der Kirche helfen, »Fehler von gestern nicht zu wiederholen«, schreibt der Theologe.

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