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Sparen für die Spekulanten

Der Rettungspakt für den Euro schützt die Gläubiger und schadet den Arbeitnehmern. Kritik einer Gewerkschafterin
von Ursula Engelen-Kefer vom 06.05.2011
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Es ist richtig, dass die Europäische Union die Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer koordinieren will. Eine Währungsunion funktioniert nur, wenn die Länder auch ihre Wirtschaftspolitik abstimmen. Der jetzt beschlossene »Euro-Plus-Pakt« ist jedoch der falsche Weg,den Euro zu retten. Die Menschen in den überschuldeten Euroländern – Griechenland, Irland, Portugal und Spanien – werden mit Brachialgewalt in eine perspektivlose Sparhysterie getrieben. Verkehrt werden hierbei Ursache und Wirkung. Die Überschuldung einzelner Euroländer ist wesentlich auf die unverantwortliche Renditegier der Finanzbranche zurückzuführen. Gerettet wird vor allem die Finanzindustrie – und dies auf Kosten der Steuerzahler. Europaweit koordiniert vorangetrieben wird eine Sparpolitik, die die Menschen in reichen und ärmeren EU-Ländern gleichermaßen treffen wird.

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