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Papst und Kindesräuber selig sprechen?

von Thomas Seiterich vom 21.04.2000
Der Fall Mortara: Papst Pius IX. soll bald selig gesprochen werden. Wie viel ist das historische Mea Culpa des Papstes dann noch wert?
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Pech für den kleinen Edgar Mortara. Pech, dass Edgar als sechstes von acht Kindern in der jüdischen Familie Mortara 1851 im Kirchenstaat, und zwar in der Stadt Bologna, geboren wurde. Pech, dass Edgar als Baby, als er hohes Fieber litt, insgeheim und ohne die jüdischen Eltern zu fragen, von der besorgten katholischen Hausangestellten Anna Nina Morisi eine so genannte »Nottaufe« erhielt.

Der 23. Juni 1858 - Edgar Mortara ist gerade sechs Jahre alt - bleibt ein schwarzer Tag für die römische Kirche und für ihr wenig tolerantes Verhältnis zum Judentum. Abends klopfen zwei Carabinieri an die Tür der Familie Mortara. Die Bewaffneten erklären, sie hätten vom Vertreter der päpstlichen Regierung in der Stadt Bologna, Inquisitor Pier Gaetano Feletti, einem Dominikaner, die Order, ihren Sohn auf Nimmerwiedersehen mitzunehmen. Es kommt

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