Robert Barron

Robert Barron, der sehr medien-aktive katholische Bischof von Winona-Rochester (USA), umstritten wegen seiner Nähe zu Donald Trumps »Maga«-Bewegung und deshalb auch heftig kritisierter Träger des Münsteraner Josef-Pieper-Preises, hat im Weißen Haus an einer »religiösen« Karwochen-Inszenierung teilgenommen, die nach Ansicht von Theologen klare blasphemische Züge trug. Barron stand auf der Bühne, nahe an Trump, als dessen »geistliche Beraterin« und Predigerin Paula White erklärte, der Heilige Geist habe sie gesandt, dem »größten Champion des Glaubens« im US-Präsidentenamt zu danken.
Dann setzte sie Trump direkt mit Jesus gleich, der in seinem Tod und seiner Auferstehung gezeigt habe, dass »große Führungskraft große Opfer« erfordere: »Und, Mister President, niemand hat einen so hohen Preis gezahlt wie Sie.« Seine »unerschütterliche« Arbeit »für religiöse Freiheit« hätte Trump fast das Leben gekostet, sagte White und fuhr dann fort mit Worten, die stark an die Gottesknecht-Lieder des Propheten Jesaia erinnerten (»er wurde geschmäht, verachtet, verhaftet...«). Doch, so White weiter: »Gott hat immer einen Plan. Am dritten Tag stand er auf von den Toten und besiegte das Böse und den Tod.«
Dann – direkt zu Trump gewandt: »Aufgrund seiner Auferstehung, Sir, sind auch Sie wieder aufgestanden. Weil Er siegreich war, werden auch Sie siegreich sein.« Dann nochmal: »Ich glaube, der Herr sagte mir, dass ich Ihnen das sagen soll: Seines Sieges wegen werden Sie siegreich sein in allem, was Sie in die Hand nehmen.«
Bischof Robert Barron klatschte Beifall. Wie die anderen im Saal. Mehrfach. Zu allem, was Paula White sagte.




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