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Publik-Forum, Heft 7/2022
Opfer bringen
Der Krieg, Karfreitag und die Osterhoffnung
Der Inhalt:

Politische Lichtkunst

vom 08.04.2022
(Lori Hersberger, Sunset 164, 2006, © Lori Hersberger Studio Zürich, Courtesy Lori Hersberger Studio Zürich, Foto: Hans-Georg Gaul)
(Lori Hersberger, Sunset 164, 2006, © Lori Hersberger Studio Zürich, Courtesy Lori Hersberger Studio Zürich, Foto: Hans-Georg Gaul)

Ausstellung. In der dunklen Ausstellungshalle im Kunstmuseum Wolfsburg leuchten rund 80 bunte Lichtinstallationen, Lichtskulpturen, Neonarbeiten und riesige Schriftzüge. »Macht! Licht!« zeigt bis zum 10. Juli Werke von 65 international bekannten Kunstschaffenden, die den Einsatz von Licht aus politischer, ökologischer oder sozialer Sicht kritisch kommentieren. Denn einerseits wäre modernes Leben ohne künstliches Licht nicht möglich. Andererseits wird mit elektrischem Licht Macht ausgeübt, manipuliert, überwacht oder sogar zerstört. Körperlich erfahren können die Besucher das mit der Dauerbeleuchtung in der »High Security and Isolation Cell No. 2« (2005) von Gregor Schneider. Das Werk bezieht sich auf die Methode der »weißen Folter«, bei der ein Gefangener permanent einer Lichtquelle ausgesetzt ist. Lori Hersbergers romantische Installation Sunset 164 (2006) täuscht mit bunten Neonbögen einen ewig währenden Sonnenuntergang vor. Um eine politisch motivierte Täuschung geht es in der Neon-Installation »Pizzagate Neon« (2016) von Warren Neidich. Sie beleuchtet den Fake-News-Skandal im Vorfeld der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl 2016 (Hillary Clintons angebliche Verwicklung in einen Kinderpornoring) und entlarvt die Muster von Fake News, die funktionieren, indem sie Aufmerksamkeit erzeugen – ist der Inhalt noch so absurd.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 07/2022 vom 08.04.2022, Seite 54
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