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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2019
Rebellion der Zukunft
Retten uns die Schüler?
Der Inhalt:

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wer hat Vorfahrt in Europas Politik, Panzer oder Friedenstaube? Diese Frage steckt hinter unserem Titelbild – und sie bewegt viele Menschen in diesem Land. Damit einher geht die Frage, ob man Panzer gänzlich abschaffen sollte, ob Frieden schaffen also nur ohne Waffen gelingt. Viele Christen und auch viele unserer Kooperationspartner sehen das so. Andere sind der Ansicht, dass demokratisch kontrollierte Soldaten durch ihre Präsenz dabei helfen können, Konflikte zu lösen, wenn das auf zivil-diplomatischem Wege nicht gelingt. Über diese Grundsatzfrage wird auch im vorliegenden Dossier gestritten (Seite 6).

Es erscheint nicht zufällig wenige Wochen vor den Wahlen zum EU-Parlament. Denn diese sind richtungsweisend – auch für das Friedensprojekt Europa. Die Europäische Union hat sich in ihrer Geschichte als bedeutende Friedensmacht erwiesen. Sie hat Todfeinde wie Frankreich und Deutschland versöhnt, sie fördert die Verständigung zwischen Polen und Deutschen und unterstützt den Frieden in Nordirland (Seite 12). Doch während die EU im Innern ihre Kraft entfaltet, ordnet sie weltpolitisch Menschenrechte, Frieden und Gerechtigkeit immer stärker militärischen und wirtschaftlichen Interessen unter. Diese Entwicklungen bedrohen das Friedensprojekt Europa.

Wer sich mit EU-Politik in Sachen Krieg und Frieden beschäftigt, ist schnell frustriert von der häufigen Unsichtbarkeit friedensfördernder Projekte und Personen. Dabei gibt es die zuhauf: Ob in Afghanistan, auf den Philippinen, in Georgien oder im Kosovo, überall beweisen engagierte Friedensaktivistinnen und -aktivisten, welch große Chancen Prozesse der Aussöhnung bieten (Seite 12-14). Dauerhafter Friede wird durch ver