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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2016
Eine Stadt sucht Heilung
Brüssel nach dem Terror
Der Inhalt:

Die gespaltene Welt

Der Kampf der Bildungskulturen. Wer überlebt? An der Bildung entscheidet sich, welche Zukunft die Menschheit hat

Nicht Klima, nicht Rohstoffe, sondern Bildung ist der Schlüsselfaktor für das Überleben der Menschheit. Denn gebildete Menschen können neues Wissen leichter aufnehmen und einordnen, Probleme lösen und ihre persönlichen wie auch die gesellschaftlichen Lebensbedingungen verbessern. Weltweit hängt der Wohlstand der Nationen eng mit dem Bildungsstand ihrer Bürger zusammen.

In vielen Ländern in Afrika, in Teilen Westasiens und in der arabischen Welt sind die Bildungschancen immer noch begrenzt. Viele Kinder, vor allem Mädchen, gehen gar nicht zur Schule oder brechen sie ab. Im globalen Wettbewerb haben diese Länder geringe Chancen. Ihre Entwicklung kommt kaum voran, es fehlt an auskömmlicher Arbeit, der gesellschaftliche Wandel ist gehemmt, und die Bevölkerungen wachsen rasant.

Die Unbildung produziert ihre eigenen Kinder – und zwar überproportional viele, denn in Gesellschaften mit niedrigem Bildungsstand sind die Kinderzahlen besonders hoch. Dadurch vergrößert sich der Entwicklungsabstand zwischen dem besser und dem schlechter qualifizierten Teil der Weltbevölkerung immer weiter. So kommt es, dass sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht mehr Ost und West oder Nord und Süd, sondern zwei grundsätzlich verschiedene Bildungskulturen gegenüberstehen – eine Wissens- und eine Unwissensgesellschaft. Diese Konfrontation trennt die Welt weit stärker als der Kampf der Kulturen, den Samuel Huntington in den 1990er-Jahren beschworen hat.

Die zahlenmäßig immer größer werdenden jungen Generationen dieser Länder blicken auf die erfolgreicheren Nationen und fühlen sich zu Recht um ihre Zukunft betrogen. Dass unter diesen Bedingungen die Unzufriedenheit wächst, ist kein Wunder. Und mit ihr wächst