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Generation Praktikum

Wo der Mindestlohn nicht greift, müssen Studenten selbst aktiv werden
von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 11.04.2014
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»Generation Praktikum« – das ist zum geflügelten Wort geworden, um die 16- bis 30-Jährigen zu beschreiben. Ein Praktikum ist für einen Großteil der deutschen Studenten Pflicht. Die meisten von ihnen, ganz besonders die Geisteswissenschaftler, bekommen für ihre Arbeit jedoch keinen Cent, selbst wenn sie monatelang in einem Unternehmen mitarbeiten. Das ist nicht nur finanziell problematisch, sondern auch fürs Selbstbewusstsein. Was Unternehmen häufig von Praktikanten fordern, lässt sich mit dem Begriff der eierlegenden Wollmilchsau umschreiben. Die Regierung sorgt mit der Einführung des Mindestlohns immerhin dafür, dass Hochschul absolventen, die ein Praktikum machen, bezahlt werden. Aber das reicht nicht. Gute Arbeit muss auch dann vergütet werden, wenn sie »nur« von Studenten oder Auszubildenden erbracht wird. Das geht der Großen Koalition jedoch zu weit – und viele Unternehmen sind froh darüber. Es sollte Aufgabe des Staates sein, dafür zu sorgen, dass die Bürger auf dem Arbeitsmarkt nicht ausgebeutet werden.

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