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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2013
Tödliche Hetze
Sozialethiker Friedhelm Hengsbach: »Wir brauchen Zeitrebellen«
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 12.04.2013

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, fordert gesetzliche Feiertage für Muslime. Dies wäre ein »wichtiges integrationspolitisches Zeichen« und würde die »Toleranz in unserer Gesellschaft« unterstreichen. Dabei gehe es nicht um arbeitsfreie Tage für alle Bürger, so Mazyek. Nordrhein-Westfalens Sozialminister Guntram Schneider (SPD) sagte dazu, er halte eine Ausweitung der gesetzlichen Feiertage für »wirtschaftlich nicht finanzierbar«. Die Betriebe könnten jedoch nichtchristlichen Mitarbeitern entsprechende Urlaubstage gewähren. Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke erklärte, muslimische Feiertage verdienten einen gesetzlichen Schutz. Sie hätten jedoch »nicht den öffentlichen Charakter wie die Feiertage der christlichen Tradition«.

Markus Dröge, Berliner Bischof, hat die evangelische Pfarrerin Annemarie Schönherr als »herausragende Gestalt der Kirche in der DDR« gewürdigt. Als Vorsitzende habe sie die evangelische Frauenarbeit geprägt und unter anderem für eine Beschäftigung mit der feministischen Theologie geöffnet, sagte Dröge. Annemarie Schönherr, die auch seit 1969 in der Kirchentagsbewegung der DDR mitarbeitete und nach der Vereinigung dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages angehörte, ist im Alter von achtzig Jahren in Potsdam gestorben. Annemarie Schönherr war mit dem 2009 gestorbenen Ostberliner Bischof Albrecht Schönherr verheiratet.

Margot Käßmann,Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat sich für eine öffentliche Versöhnungsgeste zwischen Protestanten und Katholiken vor dem Reformationsjubiläum 2017 ausgesprochen. »Wenn wir durch ein sichtbares Zeichen deutlich machen könnten, dass römische Katholiken und Protestanten viel mehr verbindet als trennt, würde das beiden Seiten guttun«, erklärte Käßmann.

Jochen Bohl,Bischof der sächsischen Landeskirche, und Heiner Koch, katholischer Bischof von Dresden-Meißen, haben die Forderung der sächsischen FDP nach einer Änderung der Staatskirchenverträge kritisier

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