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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2022
Pazifismus unter Beschuss
Frieden schaffen – mit Waffen?
Der Inhalt:

Ausstellung
Apokalyptische Visionen von Harald Naegli

vom 25.03.2022
Graffiti-Skelett: Harald Naegeli sprühte es 1980 an das zugemauerte Westportal der Cäcilienkirche in Köln (Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln (um 1980); VG Bildkunst, Bonn 2022)
Graffiti-Skelett: Harald Naegeli sprühte es 1980 an das zugemauerte Westportal der Cäcilienkirche in Köln (Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln (um 1980); VG Bildkunst, Bonn 2022)

Ausstellung. Das Kölner Museum Schnütgen mit seiner Sammlung mittelalterlicher Kirchenkunst präsentiert bis zum 12. Juni Graffiti, Zeichnungen und Radierungen von Harald Naegeli. Darunter ist auch eine Dokumentation des »Kölner Totentanzes«.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 06/2022 vom 25.03.2022, Seite 54
Pazifismus unter Beschuss
Pazifismus unter Beschuss
Frieden schaffen – mit Waffen?

Der Schweizer Künstler Harald Naegeli, geboren 1939, war einer der ersten Graffiti-Künstler Europas und als »Sprayer von Zürich« bekannt. In der Schweiz wurde er wegen seiner illegal gesprayten Graffiti strafrechtlich verfolgt und kam 1979 nach Köln. Auf nächtlichen Streifzügen sprühte er von Ende 1979 bis 1981 zahllose Skelette und Totenschädel auf Beinen, die bereits 1982 größtenteils vernichtet waren und heute vor allem in historischen Fotografien dokumentiert sind. Durch eine Graffiti-Ausstellung des Kölnischen Kunstvereins wurden die Skelette als »Kölner Totentanz« bekannt. Am Westportal der Museumskirche St. Cäcilien des Museums Schnütgen wurde das letzte Totentanz-Graffiti aus den 1980er-Jahren erhalten und steht unter Denkmalschutz.

In der Ausstellung treten Naegelis Arbeiten – kleine Figuren und großformatige, mystische Tuschezeichnungen – in einen Dialog mit den mittelalterlichen Objekten des Museums sowie mit Leihgaben der Grafiksammlung »Mensch und Tod« der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Teil der Ausstellung ist auch eine Neuerwerbung des Museums: 21 bunte Tonfigurenpaare aus dem »Zizenhausener Totentanz« von Anton Sohn (1769-1840). Dabei führt der Tod Vertreter aller gesellschaftlichen Stände ins Jenseits.

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