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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2020
Berühre mich!Aber fass mich nicht an
Leben, lachen, glauben in Corona-Zeiten
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 27.03.2020

Kraft des Glaubens

Zu: »Um Gottes willen« (4/20, Seite 26-29)

Endlich hat mal eine Zeitschrift den Mut aufgebracht, eine Wahrheit ans Licht zu bringen, die so dringend notwendig ist wie kaum eine andere. Geht es doch um das Ende der Menschheit oder gar allen Lebens auf der Erde durch menschliche Hybris, Gier und Machtgier. Die Weizsäckersche Formel ist gültig wie noch nie: »Entweder wir schaffen den Krieg ab oder der Krieg schafft uns ab.« Und nicht einmal Deutschland mit der Hypothek der Anzettelung des Zweiten Weltkrieges ist bereit, dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten und den Abzug der amerikanischen Atombomben aus Büchel zu fordern. Gerhard Loettel, Pfarrer i. R., Magdeburg

Ach, wenn doch nur mehr Menschen etwas von der Entschiedenheit eines Papst Franziskus hätten! Dieser tat im November 2019 in Hiroshima unmissverständlich kund: »Wie können wir Frieden anbieten, wenn wir beständig die Drohung eines Atomkrieges als legitimes Mittel zur Konfliktlösung einsetzen?« Wir in Deutschland könnten anfangen, indem wir der UN-Initiative zur Ächtung von Atomwaffen beitreten, wie Kardinal Marx es ansprach. Als aber Joschka Fischer dem entgegenhielt, dass dies Deutschland unsicherer mache, hatte der Kirchenmann nichts mehr zu entgegnen. Da kann man wirklich den Glauben an die transformierende Kraft von Religion und Kirche verlieren, die doch gerade in dieser existenziellen Frage so dringend nötig ist. Henning Jonas, Staig

Der Krieg ist die Ausgeburt der Ideologie des Militarismus, zu der sich die Ideologie des Kapitalismus gesellte. Schon im römischen Weltreich herrschten sie. Jesus wollte sie durch seine Offenbarung der Liebe Gottes überwinden. Was ist das für eine Freiheit, die total von Waffen abhängig ist? Was ist das für eine Demokratie, die sich dem totalitärsten Regime, dem Kapitalismus, unterwirft? Um aus diesen Teufelskreisen der Gewalt und Ungerechtigkeit herauszukommen, müssen wir uns zur Gewaltfreiheit als einer fundamentalen Wahrheit bekennen. Albert Einstein hat gesagt: »Die Atombombe hat alles verändert, nur nicht das Denken der Menschen.« Die Probleme können nicht mit den gleichen Denkweisen gelöst werden, die sie erzeugt ha

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