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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2014
Das Genmais-Komplott
Wie Konzerne eine Technologie durchsetzen, die keiner will
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 28.03.2014

Neustart mit Franziskus?

Zu: »Der Superpapst« (4/14, Seite 26)

In Ihrem Artikel hinterfragen Sie den Ausspruch des Papstes »Wie sehr wünsche ich eine Kirche für die Armen.« Die »Armen« sind mit dem Überleben in unserer Überflussgesellschaft so sehr in Anspruch genommen, dass ihnen kaum Zeit und Muße für das Spirituelle bleibt. Zuerst einmal muss Kirche sich um das physische Wohlergehen der sogenannten Armen kümmern. Wenn diese Grundversorgung der Armen gewährleistet ist, kann es eine Kirche »mit den Armen« werden. Dann kommen auch Arme in die Kirche zu den Gottesdiensten oder engagieren sich mitunter selbst ehrenamtlich. Einen Machtanspruch oder gar eine Konkurrenz zu linken Volksbewegungen kann ich hierin nicht erkennen, eher ein christliches Gebot der Nächstenliebe. Monika Kleer, Vellmar

Sosehr ich für einen solchen Reform-Neubeginn plädiere, bleibe ich skeptisch, da dieser Papst – bis auf wohltuende Gesten – bisher wenig »geliefert« hat. Christian Modehn macht zu Recht darauf aufmerksam. Die Kurienmitglieder werden alles daran setzen, die Pläne des Papstes zu konterkarieren, um die eigenen Machtpfründe zu sichern. Dieser Papst steht in der Gefahr, an dieser Trutzburg »Kurie« zu scheitern. Und beim nächsten Konklave könnte diese Kurie einen Kandidaten ins Spiel bringen, der das Rad der Kirchengeschichte noch weiter zurückdreht. Paul Haverkamp, Publik-Forum online

Sein persönlich bescheidener Lebensstil verdient Respekt und auch Willensbekundungen zur Kirchenreform gibt es reichlich. Aber bei Personen und Interessenverbänden, bei denen Geld der Maßstab aller Dinge ist, egal ob in der Großindustrie oder der Finanzwelt, werden seine Appelle für mehr Bescheidenheit und eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes ungehört verhallen. Auch die Berufung des erzkonservativen, reaktionären Kardinals Gerhard Ludwig Müller als Glaubenshüter lässt für die Reformkatholiken in Europa wenig Gutes erwarten. Aufhebung des Pflichtzölibats und Priesterdienst durch Frauen werden vermutlich nicht einmal ernsthaft diskutiert. Gleichfalls ist mehr als fraglich, ob Franziskus bereit ist, längst gesicherte natur- und gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich Homosexualität und

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