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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2014
Das Genmais-Komplott
Wie Konzerne eine Technologie durchsetzen, die keiner will
Der Inhalt:

Auch Tiere haben Rechte

von Norbert Copray vom 28.03.2014
Argumente für eine Tierethik, die Respekt und Ehrfurcht einfordert

Mythos Tier
Löwe, Bär, Tiger, Elefant, Katze, Pferd, Schwan, Pinguin. Gerstenberg. Je 210 Seiten. Teilweise vergriffen. Zwischen 14,95 (Verlag) und 5 € (im Antiquariat)

Hanna Rheinz
Zwischen Streichelzoo und Schlachthof
Über das ambivalente Verhältnis von Mensch und Tier. Kösel. 240 Seiten. 17,99 €

Friederike Schmitz (Hg.)
Tierethik
Grundlagentexte. stw 2082. 588 Seiten. 24 €

Hilal Sezgin
Artgerecht ist nur die Freiheit
Eine Ethik für die Tiere oder Warum wir umdenken müssen. C. H. Beck 6134. 302 Seiten. 16,95 €

Albert Schweitzer
Ehrfurcht vor den Tieren
Herausgegeben von Erich Gräßer. bsr 1714. 160 Seiten. 9,95 €

Die moralische Verantwortung gegenüber den Tieren fange damit an, »dass ich jemand bin, der sich so oder anders verhalten kann – gegenüber anderen, die auch ein eigener Jemand sind«. Und zwar weil »jemand«, und damit jedes Tier, empfindsam ist und verdient, in unserem Handeln wohlwollend berücksichtigt zu werden. Wenn wir Tieren das Recht auf Unversehrtheit zusprechen, sei das eine Selbstverpflichtung, die »wir als moralische Subjekte eingehen«. Es gebe dafür keine Grenzen, ausgenommen die Rechte etwa zwischen Tier und Mensch konkurrieren.

Das ist der zündende Ausgangspunkt für die Philosophin, Journalistin und Gnadenhof-Betreiberin Hilal Sezgin in ihrem Buch »Artgerecht ist nur die Freiheit«. Den Buchtitel hat sie der Tierrechtsbewegung entliehen. Er trifft. Es gibt derzeit kein vergleichbar überragendes Buch aus deutscher Feder über eine »Ethik für Tiere« wie dieses Werk von Sezgin. Sie erarbeitet sich die Grundlagen für die ethische Reflexion dieser Fragestellung, bezieht die deutsche und internationale Literatur und Diskussion mit ein, reichert ihre Argumentation mit aussagekräftigen Beispielen und Informationen an, prüft und wägt Gegenargumente, zieht Konsequenzen, denen niemand ausweichen kann. Ob Tiere gequält, getötet und benutzt werden dürfen und was es heißt, »mit Tieren zu leben«, das sind jeweils die Inhalte der einzelnen Kapitel. Schließlich bettet sie die Tierethik in die Um- und Mitweltethik ein, wo sie auch hingehört.

Anerkennung zollt die Autorin dem P

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