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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2014
Das Genmais-Komplott
Wie Konzerne eine Technologie durchsetzen, die keiner will
Der Inhalt:

Enthusiasten gesucht

von Norbert Copray vom 28.03.2014
Transition: Eine neue Bewegung will durch lokales Handeln die Welt verändern

Rob Hopkins
Einfach. Jetzt. Machen!
Wie wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen. Oekom. 190 Seiten. 12,95 €

Eine wirkliche Energiewende sieht anders aus. Was die schwarz-rote Koalition derzeit beabsichtigt, bremst die begonnene Energiewende aus. CO2-Emmissäre wie Kohle und Gas können sich freuen. Das Nachsehen haben alle, die auf erneuerbare Energien setzen. Das beweist: Wer auf Staat oder große Unternehmen setzt, verspielt die Zukunft.

»Wie wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen« ist daher der Leitgedanke der sogenannten Transition-Bewegung, die deren Begründer Rob Hopkins in seinem neuen Buch »Einfach. Jetzt. Machen!« vorstellt. Dazu liefert er eine Kritik des »neuen Normalzustands«, der »unnormal« sei. »Das Unnormale ist der neue Normalzustand«, hatte auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf der Klimakonferenz 2012 in Duha gesagt.

Auf den Punkt genau skizziert Hopkins diese »neuen Normalzustände« in den Feldern Energie, Klima und Wirtschaft. Sie sind die Auslöser, sich um Änderungen vor der eigenen Haustür zu kümmern. Hopkins berichtet von einem Zusammentreffen mit etlichen Vorstandschefs weltweit agierender Unternehmen, die sich zu 75 Prozent darin einig waren, dass die »Agenda Wachstum« ausgedient hat und in die Irre führt.

Da die aktuellen staatlichen Sparmaßnahmen national, europaweit und weltweit frei sind von irgendeiner Zukunftsvision – außer der, mehr zu sparen, um später wieder mehr shoppen und Geld machen zu können –, entwirft er als Vorausdenker und Aktivist der Transition-Bewegung eine Vision, für die es sich lohnt zu handeln. Der Sparsamkeitsansatz versage vor allem dann, »wenn seine Einschnitte die Ärmsten und Verwundbarsten einer Gesellschaft am härtesten treffen und das Streben nach Wachstum um jeden Preis zur ›Entfesselung‹ großer Unternehmen führt, und zwar auf Kosten von Arbeitnehmerschutz, lokaler wirtschaftlicher Resilienz und Diversität«.

Transition ist die umgesetzte Idee, durch lokales Handeln die Welt zu verändern. Und dies in einem ständig sich erweiternden Netz dynamischer Gruppen, Aktivitäten und Institutionen; gestartet als Experiment einer »Gruppe leidenschaftlicher Enthusiasten, welches sich seitdem wie ein Buschfeuer ausbreitet, sich an ungewöhnlichen Orten manifestiert sowie mittlerweile an Tausenden von Orten in über vierz

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