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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2013
Unser Papst?
Der Inhalt:

Wenn das Ich zusammenbricht

von Norbert Copray vom 22.03.2013
Wie Psychosen heute gesehen werden und wie man diese Erkrankung behandeln kann

Johan Cullberg
Therapie der Psychosen
Psychiatrie. 317 Seiten. 49,95 €

Matthias Hammer/
Irmgard Plößl
Irre verständlich
Psychiatrie. 268 Seiten. 29,95 €

Mathias Hirsch
Trauma
Psychosozial. 138 Seiten. 16,90 €

Andreas Knuf/
Anke Gartelmann (Hg.)
Bevor die Stimmen
wiederkommen
Balance. Neuausgabe.
240 Seiten. 15,95 €

Joachim Küchenhoff
Psychose
Psychosozial. 141 Seiten. 16,90 €

Reinhard Lütjen
Psychosen verstehen
Psychiatrie. 227 Seiten. 19,90 €

Trotz zahlreicher Initiativen und Vereine, die für einen diskriminierungsfreien Umgang mit psychisch belasteten und psychotisch kranken Menschen eintreten, ist es noch ein weiter Weg bis zur Entstigmatisierung dieser Menschen. Der Umgang mit ihnen »sagt viel aus über die Toleranz oder Intoleranz in einer Gesellschaft gegenüber Abweichungen, Besonderheiten, Exzentrität und Ungewohntem«, wie der Psychiatrieprofessor Joachim Küchenhoff zu Recht schreibt.

Neurosen betreffen Teilbereiche einer Persönlichkeit und beeinträchtigen die Lebensqualität des betreffenden Menschen. Psychosen dagegen betreffen die gesamte Persönlichkeit, die ganze Existenz und gehen meist mit einem massiven Realitätsverlust einher. Sie können plötzlich hereinbrechen, auch wenn im Nachhinein Signale erkennbar sind.

Küchenhoffs Buch »Psychose« erlaubt eine fundierte, psychoanalytisch orientierte Annäherung an diese Krankheit. Der Autor geht davon aus, dass der psychoanalytische Ansatz die tragfähigste Möglichkeit bietet, dem Fremden, das sich in der Psychose zeigt, verständnisvoll gegenüberzutreten. Er gibt einen Überblick über die Entwicklung der psychoanalytischen Psychose-Theorie, ehe er das Gerüst einer Psychose und die therapeutische Arbeit dazu vorstellt.

»Psychosen verstehen« helfen will Reinhard Lütjen, Hochschullehrer und Psychotherapeut. Sein Buch fokussiert auf die »Subjektorientierung« und zieht dazu verschiedene Theoriemodelle heran. Teilweise noch theorielastiger als Küchenhoff stellt Lütjen schließlich »Praxisperspektiven« vor, in denen auf

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