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Eva-Maria Kiklas

vom 22.03.2013
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»Der erste Impuls an Sympathie stellte sich ein, als ich las, dass der neue Papst sich den Namen Franziskus ausgesucht hat. Der erste Gedanke war natürlich der, dass Franz von Assisi die selbst gelebte Armut dem Reichtum und dem Prunk der Kirche entgegensetzte. Aber er war auch ein radikaler Reformer, der von Jesus in einer Vision den Auftrag erhielt, eine neue Kirche zu bauen. Sollte sich der neue Papst ebendiesem Auftrag unterstellen? Schwer vorzustellen, da er ja trotz aller Vorzüge als konservativ gilt. Sehr sympathisch war auch sein erster Auftritt nach seiner Wahl: Er stellte sich nicht als Oberhaupt der Gesamtkirche dar, sondern als Bischof von Rom. Er stellte sich also in eine Reihe mit seinen Amtsbrüdern. Wenn das bedeuten könnte, dass er den Ortskirchen mehr Entscheidungsfreiheit zugesteht, dann wäre innerkirchlich schon ein bedeutender Schritt in Richtung Reform getan.«

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