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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2012
Gesellige Einzelgänger
Pilgern: Sich selbst auf der Spur – und vielleicht auch Gott
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 04.05.2012

Johannes Stockmeier, Präsident des Diakonischen Werkes, sieht die Arbeit von Brot für die Welt in Mexiko wegen der zunehmenden Gewalt massiv gefährdet. Die Landbevölkerung in den südlichen Bundesstaaten Guerrero und Michoácan werde systematisch vertrieben. Das sei nicht hinnehmbar, sagte Stockmeier. Das evangelische Hilfswerk unterstützt Kleinbauern dabei, sich zu vernetzen, um mit einem gemeinsamen und vielfältigeren Anbau ihre Ernährung zu sichern. Einen Rückzug von Brot für die Welt aus Mexiko lehnt Stockmeier jedoch entschieden ab.

Romeo Castellucci, Regisseur, hat Kritik an dem umstrittenen Theaterstück »Über das Konzept des Angesichts bei Gottes Sohn« zurückgewiesen. Das Stück zeigt vor dem Hintergrund eines überdimensionalen Jesusporträts die Pflege eines dementen und inkontinenten Vaters durch seinen Sohn. Dann betreten Kinder die Bühne und werfen »Handgranaten« auf das Jesusbild. Daraufhin verbrennt es symbolisch, und an Blut erinnernde Flüssigkeiten fließen darüber. Abwechselnd erscheint die Aussage »Du bist mein Hirte« und »Du bist nicht mein Hirte.« Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki kritisierte das Stück scharf und sieht den christlichen Glauben in den Dreck gezogen. Castellucci erklärte demgegenüber, in dem Stück gebe es keine Kritik an der Kirche. »Der Wahnsinn ist eigentlich, dass einige Vertreter der Kirche denken, sie seien Inhaber des Bildes von Jesus. Der Anblick gehört aber allen, auch denen, die nicht glauben«, so der Regisseur.

Sabine Demel, katholische Kirchenrechtlerin in Regensburg, hat enttäuschte Gläubige dazu aufgerufen, »sich nicht aus dem Staub zu machen«, sondern Missstände in der katholischen Kirche offen anzusprechen. Auch Jesus habe einen leidenschaftlichen Machtkampf ausgetragen und sich durch keine Enttäuschung davon abbringen lassen. Konflikte müssten fair ausgetragen und ertragen werden.

Claudia Warning,Vorstandsmitglied des Evangelischen Entwicklungsdienstes EED, hat die Tourismusunternehmen aufgefordert, sich zur Wahrung der Menschenrechte zu verpflichten. »In vielen Teilen der Welt geht Tourismus mit Verletzung elementarer Menschenrechte wie Vertreibungen, Wasserraub, fehlender

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