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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2012
Gesellige Einzelgänger
Pilgern: Sich selbst auf der Spur – und vielleicht auch Gott
Der Inhalt:

»Man kann sich ja ändern«

von Barbara Brüning vom 04.05.2012
Monika Hagendorf (66) war 25 Jahre obdachlos. Inzwischen ist sie sesshaft und träumt von einer eigenen Wohnung
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Wie ich obdachlos geworden bin, kann ich nicht genau sagen. Ich bin da so reingerutscht. Das war eine unangenehme Geschichte, die da passiert ist. Danach war ich eine Woche im Frauenhaus, und dann wollte ich nicht mehr nach Hause. Dazu kam, dass ich immer gerne unterwegs war. Ich bin unheimlich gerne Zug gefahren! Auf die Art habe ich ganz Deutschland kennengelernt. Ich kenne wirklich jede Ecke. Einmal bin ich bis nach Rosenheim gefahren, weil ich die Berge sehen wollte.

Obdachlos sein ist hart, wie ein richtiger Job. Morgens: Tagessatz abholen, Weg zum Bahnhof, schmal machen – das heißt um Geld für die Fahrkarte betteln –, Zug suchen. Außerdem muss man sich um was zu essen kümmern. Beim Bäcker oder beim Fleischer kriegt man kurz vor Geschäftsschluss immer mal was. Man muss dazu sagen: Ich habe