Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2012
Gesellige Einzelgänger
Pilgern: Sich selbst auf der Spur – und vielleicht auch Gott
Der Inhalt:

Das überlegene Prinzip der Evolution

von Norbert Copray vom 04.05.2012
Nur durch Kooperation und Fairness kann die Menschheit ihre Zukunftsfragen lösen

Len Fisher Schwarmintelligenz Wie einfache Regeln Großes möglich machen. Eichborn. 270 Seiten. 19,95 €

Stefan Klein Der Sinn des Gebens Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und wir mit Egoismus nicht weiterkommen. S. Fischer. 336 Seiten. 18,95 €

Peter Kropotkin Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt Trotzdem. 253 Seiten. 16 €

Peter Miller Die Intelligenz des Schwarms Was wir von Tieren für unser Leben in einer komplexen Welt lernen können. Campus. 272 Seiten. 19,90 €

Werner Siefer Wir und was uns zu Menschen macht Campus. 289 Seiten. 22 €

Michael Tomasello Warum wir kooperieren edition unseld 36. 142 Seiten. 12 €

Wir Menschen sind zur Kooperation geboren. Immer mehr Forschungsergebnisse begründen diese Erkenntnis. Entscheidend ist dabei allerdings, ob Kooperation von klein auf vorgelebt, durch Regeln und Rahmenbedingungen unterstützt und ob destruktive Konkurrenz bestraft wird.

Die Kooperation dient dem Überleben des Einzelnen in der Gruppe. Folglich bedarf es auch eines egoistischen, aggressiven Antriebs für die Kooperation. Isoliert und durch ein bestimmtes Umfeld verstärkt, kann dieser Antrieb allerdings auch destruktive Kräfte entfalten.

Michael Tomasello, Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig, hat dazu maßgebliche Experimente und Studien zum Vergleich von Schimpansen und Kindern gemacht. Die wichtigsten Einsichten finden sich in seinem Buch »Warum wir kooperieren«. Im zweiten Teil des Buches nehmen vier Forscher zu seinen Erkenntnissen Stellung. Tomasello sieht, dass Menschen hilfsbereiter sind, wenn Nutzen wie Lasten, Rechte wie Pflichten fair verteilt werden. Fairness ist für ihn daher eine Voraussetzung für Zusammenarbeit, nicht sosehr das Mitgefühl. Es gelte, die Strukturen der globalen Verantwortung so zu gestalten, dass sie die Fairness fördern und die Unfairness sanktionieren.

Eine ähnliche Sicht vertrat schon der Anarchist und Geograf Peter Kropotkin 1902 in seinem Buch »Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt«, das im vergangenen Jahr wied

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen