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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2020
Menschen statt Grenzen
Wie eine Feministische Außenpolitik die Welt verändern könnte
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 13.03.2020

Geht doch!? Das passt!

Zu: »Geht doch!« (3/20, Seite 26-29)

Sie haben bei der Formulierung des Titels ein hohes Maß an Voraussicht bewiesen. Kurz vor Veröffentlichung des päpstlichen Schreibens zur Amazonas-Synode war es eigentlich gemeint als ein »Na also, geht doch!« Nun passt es erst recht, und zwar als Imperativ, gerichtet an unzufriedene Katholiken. Stefan Riphaus, München

Kardinal Müller vergleicht die Reformbemühungen des Synodalen Wegs mit dem Ermächtigungsgesetz Hitlers und der NSDAP. Wenn alle Würdenträger der Kirche so dächten, könnte man die Katholische Kirche leichten Herzens als traditionsreiches Historienspektakel abtun. Madeleine Tripptrap, Dorsten

Leider sind die ewiggestrigen Reformgegner von Papst Franziskus und des Synodalen Weges auf halber Strecke stehen geblieben. Nach ihrer Logik dürfen nur zölibatäre Männer zum Diakon oder Priester geweiht werden, weil es so dem angeblichen Willen Jesu entspreche und man nur so ihm ungeteilt nachfolgen könne. Was war dann aber mit Petrus, dem »ersten Papst«? Er war nach den Aussagen der Bibel verheiratet (er hatte eine Schwiegermutter). War das der Grund, dass er Jesus nicht richtig nachfolgen konnte, indem er ihn dreimal verleugnete? Dazu kommt: Wären diejenigen, die sich auf eine angebliche Tradition berufen, konsequent, dürften auch nur männliche Berufsfischer jüdischen Glaubens Diakone oder Priester werden. Denn die Apostel damals waren Juden und übten in der Regel den Beruf des Fischers aus. Dieter Nesselhauf, Karlsruhe

Wenn Sie mit dem Titel »Geht doch!« etwas Neues suggerieren wollten, so muss ich sagen, das »Vergessen machen« durch männliche Historiker hat funktioniert. Frauen mit Hirtenstab, Mitra, Ring, kirchlicher Gerichtsbarkeit und episkopalen Rechten waren für Jahrhunderte eine Selbstverständlichkeit. Als unverfänglichen Beleg sehe ich die Dissertation von Monsignore Michael Freiherr von Fürstenberg, mit der er 1990 an der Päpstlichen Universität in Rom promoviert wurde. Der Titel lautet: »›Ordinarie loci‹ oder ›Monstrum Westphaliae?‹ Zur kirchlichen Rechtsstellung der Äbtissin vo

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