Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2018
Der Kampf um den Sand
Die Gier nach dem Rohstoff bedroht Mensch und Umwelt
Der Inhalt:

Ost-Ghouta: Projekte trotzen dem Krieg

Bilder von Bomben und Tod erreichen uns täglich aus Ost-Ghouta, dem eingeschlossenen Gebiet in Syrien. Doch erstaunlich viele zivile Initiativen halten dort bis heute aus. So unterstützt seit 2013 die deutsche Initiative Adopt a Revolution gemeinsam mit medico international die freien Schulen in Erbin für 1800 Kinder. Zum Schutz vor Bombenangriffen befinden sich die Unterrichtsräume im Keller – und werden zu Zeiten besonders heftigen Bombardements als Luftschutzkeller genutzt.

Den verschiedenen zivilgesellschaftlichen Initiativen einen Arbeits- und Austauschraum zu bieten – das ist das Ziel des Zivilen Zentrums Erbin. Dort treffen sich seit 2014 Apotheker, um sich über selbst zubereitete Medikamente auszutauschen und Medikamenten-Hilfe zu koordinieren.

Damit das Leben nicht nur aus Überleben besteht, gründeten Frauen 2014 die Bibliothek Haus des Wissens. Sie sammelten Bücher aus zerstörten Bibliotheken und nahmen Bücherspenden von Privatpersonen entgegen. Inzwischen organisieren sie Lesewettbewerbe und Buchbesprechungen, um kulturelles Leben zu ermöglichen.

Die eigene Musik aufnehmen oder Radiobeiträge einsprechen: Seit 2015 bietet das Ton- und Radiostudio Rusul die Möglichkeit dazu. Ob Bürgerjournalisten oder Filmschaffende, in dem komplett ausgestatteten Tonstudio wird auch das Leben im belagerten Ost-Ghouta dokumentiert. Um Kinder für die Gefahren von Blindgängern zu sensibilisieren, haben Engagierte Unterrichtsmaterialien zusammengestellt. Mit allen Projekten arbeitet die Initiative Adopt a Revolution eng zusammen, die Träger de