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Hilfeschrei aus dem Ruhrgebiet

Die Entscheidung der Essener Tafel, nur noch Deutsche aufzunehmen, ist falsch. Aber der eigentliche Skandal ist die Politik in Berlin
von Eva-Maria Lerch vom 09.03.2018
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Die Essener Tafel lässt keine neuen Ausländer mehr zu. Nachdem der Anteil der Migranten bei den Tafelkunden auf 75 Prozent gestiegen sei, würden alleinerziehende und ältere Deutsche sich dort nicht mehr wohlfühlen und wegbleiben, erklärt der Essener Tafelchef Jörg Sator. Deshalb werde die Essener Tafel vorerst nur noch Berechtigungen an Bürger mit deutschem Pass ausgeben. Das ist eine falsche und unselige Entscheidung, die wie ein schrilles Signal ins Land hinein schallt und nun aufgeregt auf allen Kanälen diskutiert wird. Während AfD-Politiker und CSU-Minister den Essener Ehrenamtlichen auf die Schulter klopfen, warnen Kritiker – von Sozialverbänden über Migrantenvertreter bis hin zu Kanzlerin Merkel – vor der fremdenfeindlichen Wirkung der Entscheidung. Doch der eigentliche Skandal liegt nicht bei den Ehrenamtlichen im Ruhrgebiet, sondern bei den Politikern in Berlin.

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