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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2017
Weisheit aus der Wüste
Das spirituelle Erbe der frühen Christen
Der Inhalt:

»Wir haben Grund, dankbar zu sein«

von Annette Lübbers vom 10.03.2017
Monika Rebbert und ihr Mann Dieter haben in 15 Jahren fast 300 000 Euro für die Kinderkrebshilfe gesammelt

Noch vor wenigen Jahrzehnten starben von fünf an Leukämie erkrankten Kindern vier. Heute werden vier von fünf gerettet. Diese immer besseren Heilungschancen verdanken wir der Forschung. Aber die kostet Geld, viel Geld. Mein Mann und ich sind froh, dass wir mit unserem Engagement ein wenig dazu beitragen können. Denn wir haben selbst allen Grund, der Krebsforschung dankbar zu sein.

1994 erkrankte mein Mann an Hodenkrebs. Dabei war er erst 37 Jahre alt. Wirklich überraschend war das nicht. Er war zwölf, als seine Mutter starb – an Krebs. Und 16, als sein Vater starb – ebenfalls an Krebs. Die Krankheit war bei uns also immer irgendwie präsent. Aber mein Mann hatte Glück. Mit einer Strahlentherapie besiegten die Ärzte den Krebs. Seitdem ist Dieter gesund – und wir für die Stiftung Deutsche Kinderkrebshilfe aktiv. Für die Stiftung haben wir uns bewusst entschieden, damit die von uns gesammelten Spenden auch der Forschung zugutekommen.

Vor 15 Jahren organisierten wir als erste Aktion einen Staffellauf im Rahmen eines Marathons. Zusammen mit Geschäftsleuten aus Unna, die die T-Shirts sponserten, kamen um die 8000 Mark zusammen. 2003 haben mein Mann und ich gebaut. Die Handwerker suchten wir danach aus, ob sie bereit waren zu spenden. Danach folgten Benefizkonzerte in der Unnaer Herz-Jesu-Kirche und in der Stadthalle. Das Landespolizeiorchester hat musiziert, jetzt sind es jährlich wechselnde Bundeswehrorchester. Da kommen dann bis zu 850 Menschen. Jeder zahlt 22,50 Euro Eintritt. Die gesamten Einnahmen werden an die Stiftung überwiesen, abzüglich der Kosten. Zwar arbeiten mein Mann und ich umsonst, und auch die Musiker spielen ohne Gage. Aber Spesen wie Anreise und Verpflegung müssen natürlich gezahlt werden. Zusätzlich organisieren wir ein Adventskonzert. Da ist der Eintritt frei, aber wir bitten um Spenden.

Plakate drucken und verteilen, die Werbetrommel rühren, Einladungen rausschicken, neue Geldquellen suchen – all das ist natürlich sehr zeitintensiv. Deshalb organisieren wir auch nur, was wir zu zweit schaffen können. Ein Selbstläufer ist die Arbeit auch nach so vielen Jahren nicht. Viele Menschen spenden gerne, aber viele wollen eben auch, dass das Geld in ihrer Heimatstadt bleibt. Da braucht es Zeit, um zu erklären, dass wir allen Kindern helfen wollen, die an Krebs leiden. Wir sind überzeugt, etwas Richtiges und Wichtiges zu t

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