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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2016
Gott suchen in Auschwitz?
Eine Begegnung mit Überlebenden
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Bernhard Fricke, Vorsitzender des Vereins David gegen Goliath, hat in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel einerseits deren offene Haltung gegenüber Flüchtlingen gelobt, anderseits das »Fehlen jeglicher Konzepte« für eine tragende Flüchtlingspolitik beklagt. »Ihre unvergesslichen Worte ›Wir schaffen das‹ haben sich tief in unser kollektives Menschheitsgedächtnis eingegraben.« Nun aber werde auch »das größte denkbare Politik- und Behördenversagen in der Geschichte der Bundesrepublik« deutlich. Fricke fordert »die Auflage eines umfassenden Marshallplans von zunächst hundert Milliarden Euro« zur effektiven Flüchtlingsintegration. »Die Mittel sind durch einen staatlichen garantierten Fonds mit einem Mindestzins aufzubringen, in den private und öffentliche Anleger Gelder … investieren können – oder aus den Erlösen der Transaktionssteuer oder einer ›Reichen-Steuer‹ oder einer Solidar-Abgabe.« Dies sei auch ein »kurzfristig wirkendes Konjunkturprogramm«.

Michael Heinisch, Gründer der Berliner Sozdia-Stiftung, hat grundsätzliche Kritik am Einsatz von Sicherheitsunternehmen in Flüchtlingsheimen geübt. »Wie sollen die Geflüchteten ein positives Bild von unserem demokratischen System bekommen, wenn sie dauerhaft bewacht werden?«, fragte Heinisch. Entweder müsse man Rolle und Selbstverständnis der Sicherheitsfirmen bei den Einsätzen neu definieren oder auf ein anderes Hilfssystem zurückgreifen. DDR-Bürgerrechtler Heinisch ist der Gründer eines der größten sozialen Unternehmen für die Betreuung und Förderung junger Menschen in Berlin. Hintergrund seiner Kritik ist eine Massenschlägerei in der von der Sozdia betriebenen Flüchtlingsunterkunft. Entgegen ersten Pressemitteilungen stellte sich heraus, dass nachweislich nicht die Flüchtlinge, sondern die Security-Leute für den Gewaltausbruch verantwortlich waren. Der Heimleiter, dem ein Aschenbecher ins Gesicht geschleudert wurde, wurde dabei schwer verletzt. Bundesweit sind etwa 10 000 Mitarbeiter von Sicherheitsunternehmen zur Sicherung von Flüchtlingsheimen eingesetzt.

Mouhanad Khorchide, islamischer Theologe, hat sich zum Feminismus bekannt. »Ich finde Feminismus wichtig, weil ich oft auf Aussagen stoße, die das Frauenbild im Islam aus ein

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