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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2016
Gott suchen in Auschwitz?
Eine Begegnung mit Überlebenden
Der Inhalt:

Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!): Lieber Barack,

bei meinem morgendlichen Blick auf mein Smartphone erschreckte mich gleich die Meldung, dass in den USA die Suchanfragen zum Thema Auswanderung explodieren. Und dann platzte mein Innenminister de Maizière mit der Nachricht in die Kabinettsitzung, dass allein heute Vormittag 20 000 US-Bürger bei uns um politisches Asyl gebeten haben. Chaotische Zustände sollen sich am Berliner Flughafen abgespielt haben. Die Leute berichteten, dass sie sich schon heute von einem möglichen Präsidenten Donald Trump verfolgt fühlen und das Land verlassen wollen, solange es noch geht.

Aber seien Sie beruhigt, wir haben die Lage im Griff. Wir haben Ihre Bürger natürlich als unsere Gäste empfangen und erst einmal sämtliche Vier-Sterne-Hotels in Berlin auf unbegrenzte Zeit angemietet. Das Gleiche planen wir in den Städten Hamburg, München, Frankfurt und Köln. Wir bereiten uns auf eine knappe Million Asylanträge von US-Bürgern in diesem Jahr vor. Aber ich versichere Ihnen, das alles ist kein Problem.

Heute Mittag werde ich in einer Fernsehansprache meinen Landsleuten sagen: Wir schaffen das! Die große Not unserer Freunde aus dem Westen ist uns nicht gleichgültig! Ihre Asylanträge wird mein Innenminister persönlich genehmigen. Sprachprobleme sollte es nicht geben. Wir sprechen in Deutschland alle Englisch. Sollte allerdings die Zahl der Eintreffenden schon in diesem Jahr die 3-Millionen-Marke überschreiten, dann werden wir schon kleine Abstriche beim Komfort machen müssen. Da die Regierungen der Europäischen Union leider keinerlei Solidarität in der Flüchtlingsfrage zeigen, planen wir bereits jetzt Vereinbarungen mit sicheren Drittstaaten wie Marokko, Tunesien, Algerien oder Mazedonien. Auch Mexiko hat sich angeboten, vo