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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2015
Kann Religion Frieden?
Was die Macht des Terrors bricht
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 13.03.2015

Severios Malke Mourad, syrisch-orthodoxer Patriarchalvikar für Jerusalem und Jordanien, hat westlichen Politikern vorgeworfen, syrische Christen nicht zu schützen. Hundert Jahre nach dem Genozid an armenischen und assyrischen Christen im Osmanischen Reich werde in Syrien ein zweiter Genozid an den Christen verübt. Bei den jüngsten Angriffen der Terrormiliz »Islamischer Staat« auf nordsyrische christliche Dörfer seien zwischen drei- und vierhundert Menschen entführt worden.

Hans Joachim Meyer, langjähriger sächsischer CDU-Wissenschaftsminister, hat im Blick auf den Prozess der deutschen Wiedervereinigung beklagt, dass die alte Bundesrepublik als »Sieger der Geschichte« nach dem 3. Oktober 1990 keinen Anlass gesehen habe, »sich kritisch zu hinterfragen«. Durch den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik sei die Bereitschaft im Westen, vermeintlich bewährte Strukturen zu verändern, sehr gering gewesen. Diese Selbstgefälligkeit habe ihm »ziemlich gestunken«, sagte Meyer bei der Vorstellung seiner Autobiografie »In keiner Schublade – Erfahrungen im geteilten und vereinten Deutschland«. Meyer war von 1997 bis 2009 auch Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Herta Müller, rumänische Nobelpreisträgerin für Literatur, hat dem Westen vorgeworfen, kein »Sensorium für politische Hinterhältigkeit« zu haben. Russlands Präsident Wladimir Putin führe einen Propagandakrieg gegen den Westen, der Zustimmung bei denen finde, die Angst vor einer offenen Gesellschaft und den Menschenrechten hätten. Dabei spiele auch die orthodoxe Kirche eine Rolle: »Heutzutage werden in Russland Museen für moderne Kunst geschlossen und durch klerikale Zentren ersetzt. Die Fantasie der Kunst hat bisher noch jeden Diktator gestört.«

Rolf Büttiker, Präsident des Schweizer Fleisch-Verbandes (SFF), hat den kirch lichen Hilfswerken des Landes mit einem Spendenboykott gedroht. Der Verband reagierte damit auf die aktuelle Fastenkampagne der Hilfswerke Fastenopfer und Brot für alle, in der diese vor dem Hintergrund des weltweiten Klimawandels einen z

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