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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2015
Kann Religion Frieden?
Was die Macht des Terrors bricht
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser!

Überall lauern Konflikte, Bedrohungen, Entscheidungszwänge, aber durchaus auch Chancen und Möglichkeiten. Wer wünscht sich da nicht mehr Orientierung im Dschungel der Vielfalt? Andererseits sind die Zeiten unumstrittener Institutionen vorbei, die von oben herab den Weg weisen können. Ihre Weisungen verlieren in einer differenzierten Gesellschaft ihre Wirkung. Das klingt nach Resignation, birgt aber ein große Chance: dann nämlich, wenn offene, kontroverse Diskussionen in der Gesellschaft neue Wege aufzeigen und auf diese Weise Orientierung bieten.

Deshalb steht ein Streitgespräch im Mittelpunkt unseres Dossiers über die brisante Frage: »Kann Religion Frieden?« Viele Gläubige würde diese Frage gerne mit Ja beantworten. Doch angesichts der Tatsache, dass sowohl in der Geschichte wie auch in der Gegenwart Morde und Menschenverachtung mit dem Glauben gerechtfertigt werden, kommt dieses Ja nicht leicht über die Lippen. Andererseits gibt es auf der ganzen Welt Frauen und Männer, die Frieden stiften und die Kraft für ihr Engagement aus ihrem Glauben schöpfen. Sie zeigen, dass Religion auch Frieden schaffen kann. So kann dieses Dossier doch eine Orientierungshilfe sein. Sie finden es in der Heftmitte, zum Bestellen und Verteilen.

Orientierung suchen die Menschen auch beim Älterwerden. Für den Soziologen Reimer Gronemeyer wird dies immer schwieriger, weil »wir Alten zu Müll erklärt werden«. Doch bei aller Mühe, die unsere auf Jugend und Leistung fixierte Gesellschaft Alten zumutet, sagt er auch, was ihn glücklich macht. Da trifft er sich mit der Psychotherapeutin Irmgard Tarr. Rund zehn Jahre jünger als der 75-jährige Gronemeyer, findet sie es rundweg schön, älter zu werden (Seite 64).