Spekulation unerwünscht
Auf das Finanzdebakel im Dekanat München hat die bayerische Landeskirche mit neuen Anlage-Richtlinien reagiert. Das Dekanat hat mit riskanten Anleihen in Öko-Unternehmen 5,5 Millionen Euro verspekuliert, weitere 7,4 Millionen sind gefährdet. Die neuen Richtlinien sehen vor, dass Rücklagen »in ständig handel- und liquidierbare Vermögensanlagen investiert werden« müssen. »Spekulative Ansätze sind ausgeschlossen«, erklärte Oberkirchenrat Hans-Peter Hübner. Eine Befragung aller kirchlichen Verwaltungsstellen habe ergeben, dass zwischen siebzig und achtzig Prozent der Rücklagen von Dekanaten und Kirchengemeinden risikoarm angelegt seien. Die Dekanate könnten künftig ihre Gelder in Fonds anlegen, die die Finanzabteilung im Landeskirchenamt für diesen Zweck neu einrichten will.
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