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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2013
Wohin denn noch?
Abschied vom Wachstumswahn
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Ernst von Freyberg, deutscher Finanzberater, ist neuer Chef der Vatikanbank Institut für religiöse Werke IOR . Er wurde von der für die Aufsicht verantwortlichen Kardinalskommission unter Tarcisio Bertone in das Amt berufen. Der 54-Jährige tritt damit an die Stelle von Ettore Gotti Tedeschi, dem im Mai 2012 das Vertrauen entzogen worden war. Mit seiner Berufung folgten die Kardinäle offenbar dem Drängen des zurückgetretenen Papstes, die IOR aus dem Schatten der Korruption herauszuführen. Ernst von Freyberg ist Ritter im katholischen Malteserorden und gehört der Leitung der diözesanen Berliner Pilgerstelle für Lourdes-Wallfahrten an. Von seinen beruflichen Kontakten her ist von Freyberg umstritten. Er war bis Ende 2012 Geschäftsführer von Daiwa Corporate Advisory, einem Finanzberatungsunternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Zudem gehört dem Aufsichtsrat der Schiffbauer Blohm & Voss. Die New York Times fragte deshalb bereits nach seinen Beziehungen zur Rüstungsindustrie.

Thomas Erne, Direktor des Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart der Evangelischen Kirche in Deutschland, hält den Verkauf einer Kirche an eine Moscheegemeinde auf »intellektueller Ebene« zwar für kein Problem, zumal für Protestanten Kirchen keine heiligen Räume seien. Man müsse aber auch bedenken, dass ein solcher Verkauf die Identität berühre und Ängste auslöse. Der Imageschaden, der der Kirche auf diese Weise entstehe, sei »viel größer als das bisschen, was