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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2013
Wohin denn noch?
Abschied vom Wachstumswahn
Der Inhalt:

»Ich wollte leben, egal wie«

von Holger Zimmer vom 08.03.2013
Der ehemalige Intendant Udo Reiter sitzt seit 47 Jahren im Rollstuhl. Darüber schreibt er jetzt mit Humor und Sarkasmus
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Am Anfang hat er seinen Rollstuhl gehasst. Gelegentlich wollte das Gefährt nicht so wie sein Fahrer; dann landete Udo Reiter im Rinnstein und dachte an seinen Vater. »Wenn du so weitermachst, wirst du in der Gosse enden«, hatte der einmal zu ihm gesagt. Doch der Sohn wurde ein mächtiger Mann der Medien. In seinen Memoiren »Gestatten Sie, dass ich sitzen bleibe«, die gerade im Aufbau-Verlag erschienen sind, beschreibt der langjährige Intendant des MDR sein Leben im Rollstuhl.

Am Nikolausabend des Jahres 1966 kommt der 22-jährige Student der Germanistik mit seinem VW-Käfer bei Blitzeis von der Straße ab. Blackout. Als er wieder erwacht, ist er querschnittsgelähmt. Sein Traum, Pilot zu werden, ist aus. Dieses neue, eingeschränkte Leben will er nicht. Glaubwürdig