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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2013
Wohin denn noch?
Abschied vom Wachstumswahn
Der Inhalt:

Keine Empörung, nirgends

von Gerhard Rein vom 08.03.2013
Militarisiertes Denken und Handeln bestimmen zunehmend unsere Politik. Auch die Kirche schaut weg

Was nach dem Desaster des Zweiten Weltkrieges nicht vorstellbar war, erlebt in Deutschland zurzeit eine traurige Wiederkehr: Ein militarisiertes Denken hält erneut Einzug in unsere Politik. Die Gesellschaft ist nicht mehr auf Konsens gerichtet, sondern auf Konflikt. Eine militärische Komponente begleitet wirtschaftliche und politische Entscheidungen. Dieser Wandel stellt alles auf den Kopf, was Deutsche nach 1945 an Friedfertigkeit mühsam gelernt hatten. Konservative, Sozialdemokraten und Bündnisgrüne stellen ihn nicht infrage.

Unsere Freiheit wird nicht nur am Hindukusch verteidigt, sondern jetzt auch in Mali. Sagt die Bundeskanzlerin. Es gibt keine Region der Welt, in der die Bundeswehr nichts zu suchen habe, meint der Verteidigungsminister. Als »Mut-Bürger in Uniform« seien die Bundeswehrsold