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Gestrandet auf der Insel der Engel

Auf Lesbos landen fast täglich Flüchtlinge. Die Inselbewohner versuchen zu helfen – viele stammen selbst von Flüchtlingen ab
von Chrissi Wilkens vom 08.03.2013
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Später Nachmittag in der zentralen Polizeistation der griechischen Insel Lesbos. Ein junges Paar aus Afghanistan sitzt zusammen mit anderen Flüchtlingen zitternd im großen Wartesaal. Sie sind in den frühen Morgenstunden von der gegenüberliegenden türkischen Küste im Norden der Insel angekommen. 28 Menschen zusammengequetscht in einem kleinen Schlauchboot. Der Vater hält seine vierjährige Tochter in den Armen, die mit hohem Fieber kämpft. »Bei der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland lief das Schlauchboot mit Wasser voll«, sagt er. Sie sind stundenlang vom Ufer aus in den Bergen der Insel herumgeirrt, bis sie auf eine Hauptverkehrsstraße stießen. Ein Polizeiwagen hat sie dann aufgelesen.

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