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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2013
Wohin denn noch?
Abschied vom Wachstumswahn
Der Inhalt:

Frühstück ist fertig!

Eine wertvolle deutsche Kultur löst sich in Coffee-to-go auf

Der Arbeitstag unserer Bundeskanzlerin beginnt meist um 7.30 Uhr: Angela Merkel bereitet für sich und ihren Mann das Frühstück. Ob sie zum Brötchenholen einen Bodyguard schickt, wissen wir nicht. Sicher ist: Das Frühstück ist des gesamtdeutschen Volkes liebste Mahlzeit. Trotzdem frühstücken an einem normalen Werktag nur noch 72 Prozent der Bundesbürger, von den Studenten nicht einmal die Hälfte. So lautet das Ergebnis einer Forsa-Umfrage. Frühstücksmuffel nennen zwei Hauptgründe für ihren Verzicht: keine Zeit (53 Prozent) und keinen Hunger (51 Prozent). Vor allem bei den Jungen unter dreißig fällt das Frühstück immer öfter aus.

Österreichs »Mr. Gesundheit«, Professor Hademar Bankhofer, warnt: »Die Energiereserven, die während der Nacht reduziert oder voll verbraucht worden sind, müssen wieder aufgefüllt werden. Zwanzig Prozent der gesamten Nahrungsenergie für den ganzen Tag sollten bereits zum Frühstück gegessen werden.« Und ein gemeinsames Essen an einem schön gedeckten Tisch in ruhiger Atmosphäre ist nicht nur für die Verdauung gut, sondern auch für die Seele. Aber viele stürzen auf dem Weg zur Arbeit höchstens einen Coffee-to-go runter. Und die Kinder werden mit leerem Bauch und einer Dose voll Milchschnitten-Zuckerbomben in die Schule geschickt. Kraftlosigkeit und mangelhafte Konzentration sind die Folge. Kein Wunder also, wenn die Chinesen langsam, aber sicher unsere Wirtschaftsleistung überflügeln: Sie mampfen bei Tagesanbruch fleißtreibenden Reis und Miso-Suppe.

Heiliges Brötchen. Im europäischen Vergleich sind wir aber noch verhältnismäßig gut dran beim Morgenmahl: Während die Engländer am fetten Schweinespe