Christen in Nahost
Ein Schrei und sehr viel Schweigen

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Es ist eine schöne Tradition: Wenn in Jerusalem ein neuer Bischof eingeführt wird, darf er in einer großen Prozession vom Jaffa-Tor in die Altstadt einziehen. Pfadfinder bahnen ihm mit Dudelsäcken, Trommeln und Trompeten den Weg durch die engen Gassen. Alle Passanten müssen warten. Lauter, bunter und fröhlicher geht es kaum. Für die kleine Minderheit der palästinensischen Christen ist so ein Bischofseinzug ein wichtiges und hoch symbolisches Ereignis. Hier können sie Präsenz zeigen und werden als originärer Teil der religiösen Landschaft der Heiligen Stadt wahrgenommen.
Anfang Januar zog wieder einmal ein neuer Bischof nach Jerusalem ein. Imad Haddad sollte als fünfter Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) in sein Amt eingeführt werden. Aus Kanada
Katja Dorothea Buck ist Journalistin und Religionswissenschaftlerin. Sie reist regelmäßig in den Nahen Osten.




Martin Vogell 27.03.2026:
Die Diskriminierungen und Drangsalierungen, denen unsere Glaubensgeschwister in Israel und Palästina seit Jahrzehnten ausgesetzt sind, kann man gar nicht laut genug herausschreien! Leider wird in den Gemeinden vorzugsweise einseitig die »offizielle« Sichtweise kommuniziert.
Martin Vogell 14.03.2026, 20:23 Uhr:
Herzlichen Dank für diesen Beitrag,
die Diskriminierungen und Drangsalierungen, denen unsere Glaubensgeschwister in Israel und Palästina seit Jahrzehnten ausgesetzt sind, kann man gar nicht laut genug herausschreien!
Leider wird in den Gemeinden vorzugsweise einseitig die "offizielle" Sichtweise kommuniziert, ehrliche und aktuelle Informationen findet man z.B. unter www.talithakumi.org, eine weitere wichtige Arbeit leistet auch www.lifegate-reha.org
Wilfried Neusel 05.03.2026, 09:40 Uhr:
Ich bin dankbar, dass Sie mit diesem Artikel einmal mehr die Feigheit deutscher kirchlicher Leitungsgremien offenlegen.
Das deutsch-lutherische Kirche-Staat-Syndrom korrumpiert die Praxis der Nachfolge Christi.