Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2020
Mahlzeit!
Mikroplastik – die allgegenwärtige Gefahr
Der Inhalt:

Sozialparabel als schwarze Komödie

von Birgit Roschy vom 28.02.2020
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

DVD. Der ziellose Ki-woo nimmt spontan das Angebot eines Freundes an, ihn als Nachhilfelehrer bei der wohlhabenden Familie Park zu vertreten. Seine Schülerin ist niedlich, das Honorar grandios und die Dame des Hauses arglos. Mit gefälschten Diplomen und fiesen Tricks sucht bald der Rest von Ki-woos Familie das noble Anwesen heim: die Schwester als Kunstlehrerin des Sohns, der Vater als Mister Parks Chauffeur und die Mutter als Haushälterin. Als Park in seiner gönnerhaften Freundlichkeit einen muffigen Geruch in seiner Umgebung anspricht – der Geruch der Armut der in einer Souterrainwohnung hausenden Familie Kim –, bekommt die friedliche Koexistenz erste Risse. »Parasite« lässt sich in keine Schublade stecken und wurde vielleicht deshalb mit vier Oscars ausgezeichnet, darunter, erstmalig für eine fremdsprachige Produktion, in der Kategorie »Bester Film«. Von unheilschwangerem Humor durchzogen, entwickelt sich die Komödie zum Psychothriller mit Horrormomenten und zur galligen Sozialparabel. Das Publikum durchlebt bei dem vergeblichen Versuch, sich mit »oben« oder »unten« zu identifizieren, eine Achterbahn der Gefühle. Der wichtigste Darsteller des Films ist die lichte Bauhausvilla der Parks, ein Architektentraum von minimalistischer Eleganz – und mit einem finsteren Keller. Wer das südkoreanische Meisterwerk im Kino verpasst hat, kann es ab dem 5. März auf DVD anschauen.

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.