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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2020
Mahlzeit!
Mikroplastik – die allgegenwärtige Gefahr
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 28.02.2020

Theater durchschauen

Zu: »Populisten« (2/20, Seite 12-16)

Sehr treffend finde ich das Titelbild zu »Populisten«. Es allein sagt schon aus, warum sie gewählt werden: Weil sie sich so menschlich, lebendig, leidenschaftlich geben. Das kommt gut an beim vom Politikbetrieb gelangweilten Bürger. Dass sie Theater spielen, wird nicht durchschaut. Oder, wenn vielleicht geahnt, einem emotionslosen, abgehobenen Diskurs vorgezogen. Was kann man dagegen tun? Mehr Theater spielen lassen! In den Schulen, sodass jeder lernt, Rollen zu spielen und damit auch zu durchschauen, und in der Aus- und Fortbildung von Politikern, sodass sie überzeugender auftreten können! Giorgio Zankl, Wieling

Europa zerfällt vor allem deshalb, weil man in Deutschland und anderswo Wahlen verlieren kann, wenn man eine europäische Sozialversicherung verlangt. Die eigene kurzsichtige Gier der Landessieger im gnadenlosen Standortwettbewerb ohne Finanzausgleich ist der bittere Preis dafür, dass Solidarität in Europa ein Fremdwort geworden ist; dann bleibt den Verängstigten aller Länder natürlich nur der eigene kleinere Staat in der nicht unrealistischen Hoffnung, wenigstens noch dort einen Sozialausgleich einfordern zu können – das Erfolgs-Modell Schweiz lässt grüßen. Richard Brems, Konstanz

Dass politischer Autoritarismus bei schlecht behandelten Kindern leichtes Spiel hat, leuchtet schnell ein, kann aber auch zu kurz greifen. Insbesondere in Gesellschaften, in denen – wie in unserer – bedingungsloser Gehorsam, Disziplin und Obrigkeitshörigkeit zu Kriegen mit all ihren Gräueltaten bis hin zum Holocaust, zu Terror und diesem unsäglichen Schweigen in den Familien geführt haben. Dass und wie diese Familiengeheimnisse in die dritte und vierte Generation wirken, ist inzwischen gut nachgewiesen, unter anderem von Sabine Bode. Ursula Duhme, Dörpen

»Wer als Kind von seinen Eltern schlecht behandelt wurde, ist anfällig für politischen Autoritarismus«, schreibt Herbert Renz-Polster. Man kann hinzufügen: »… und für den Einsatz von Gewalt.« Dazu fällt mir der Aphorismus ein

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