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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2019
Sie herrschen mit Gott
Wie es zu sexualisierter und spiritueller Gewalt in der Kirche kommt
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Ernesto Cardenal, international bekannter Dichter, Befreiungstheologe und ehemaliger Kulturminister in Nicaragua, darf sein Priesteramt wieder ausüben. In einem Schreiben des vatikanischen Botschafters von Nicaragua, das unserer Zeitschrift exklusiv vorliegt, heißt es: »Der Heilige Vater hebt alle kirchlichen Sanktionen auf, die gegen Padre Ernesto verhängt worden sind.« Papst Johannes Paul II. hatte Cardenal 1985 wegen seiner politischen Tätigkeit vom Priesteramt suspendiert.

Sabine Weiss, Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (CDU), hat die geplante Studie zu den seelischen Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen gegen Kritik verteidigt. Es gebe in Deutschland bei mehr als 100 000 Abtreibungen im Jahr noch keine entsprechende Untersuchung. Es sei vernünftig, Geld in die Antwort auf die Frage nach dem Leid der Frauen zu investieren. Außerdem sei die Studie ergebnisoffen angelegt. Ihr widersprach Susanne Kahl-Passoth vom Verband Evangelischer Frauen in Deutschland. Alle Auswirkungen seien bereits hinreichend erforscht und belegt. Die geplante Studie sei »ein Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht von Frauen« und erwecke den Eindruck, sie würden sich nicht genügend Gedanken machen. Das Geld solle man besser zur Unterstützung Alleinerziehender ausgeben.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister (CDU), will Therapien, die Homosexualität »heilen« sollen, gesetzlich verbieten lassen. Homosexualität sei weder eine Krankheit noch therapiebedürftig. Dagegen behauptet Kardinal Gerhard Ludwig Müller im Spiegel, »dass kein Mensch gottgewollt als Homosexueller geboren wird«. Müller war bis 2017, als er von Papst Franziskus entlassen wurde, Präfekt der vatikanischen Glaubensbehörde.

Hami Aksoy, Außenamtssprecher der Türkei, hat den Umgang Chinas mit den muslimischen Uiguren kritisiert. Es sei »kein Geheimnis mehr«, dass China mehr als eine Million Uiguren interniert habe. Amnesty International bestätigte, dass Uiguren ohne Prozess und gegen ihren Willen in sogenannten Umerziehungslagern festgeha

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