Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Ausdruck entstammt der Darstellung Ihres Browsers. Artikeltexte bekommen Sie schöner, weil komplett gestaltet, ausgedruckt mit einem Digital-Zugang, der noch weitere Vorteile hat. Infos dazu finden Sie unter https://www.publik-forum.de/premium.

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2018
Gott und die Frauen
Das Erbe der Feministischen Theologie
Der Inhalt:

Witwe verzeiht NSU-Täter

Yvonne Boulgarides, die Witwe des Griechen Theodorus Boulgarides, der von der rechtsradikalen Terrorzelle NSU erschossen wurde, hat sich mit einem der Angeklagten getroffen – und ihm verziehen. Das berichtete sie überraschend bei ihrem Schlussvortrag als Nebenklägerin im NSU-Prozess. Gemeinsam mit ihren beiden Töchtern hatte sich Boulgarides mit Carsten S. verabredet, dem Mann, der dem NSU die Waffe beschafft hat, mit der alle zehn Opfer hingerichtet wurden. S. ist der einzige Angeklagte, der sich von der rechtsradikalen Szene gelöst hat. Das Treffen »war einer der schwierigsten und emotionalsten Momente in unserem Leben«, sagte sie. »Er hat so sehr geweint, das kann man nicht spielen.« Boulgarides zeigte sich aber tief enttäuscht vom NSU-Prozess: »Er ähnelt einem oberflächlichen Hausputz. Man hätte die Teppiche lüften müssen, unter die so viel gekehrt wurde.«

Newsletter bestellen
Melden Sie sich kostenlos für den regelmäßigen Newsletter von Publik-Forum mit aktuellen Neuigkeiten und Zusatzinformationen an.