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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2018
Gott und die Frauen
Das Erbe der Feministischen Theologie
Der Inhalt:

»Wie Asbest und Glyphosat«

Jörn Gutbier von »diagnose:funk« über den Kampf gegen die Mobilfunkstrahlung

Publik-Forum: Fast jeder hat ein Smartphone, offenes WLAN wird zur Regel. Kämpfen Sie nicht auf verlorenem Posten, wenn Sie sich für den Schutz vor elektromagnetischer Strahlung einsetzen?

Jörn Gutbier: Das sieht manchmal so aus. Aber ich bin überzeugt: Die Erkenntnis, dass elektromagnetische Strahlung gesundheitsschädlich ist, wird sich in der öffentlichen Meinung durchsetzen. In der Wissenschaft ist das längst klar. Der scheinbare Streit ist einer zwischen Industrieapologeten und der unabhängigen Wissenschaft.

Wo lohnt der Kampf gegen Strahlung?

Gutbier: Aktuell besonders in den Schulen. Alle Klassenzimmer sollen nach dem Willen der Industrie mit WLAN ausgestattet werden. Dabei ist gerade WLAN schon weit unterhalb der bestehenden Grenzwerte hochtoxisch. Interessant ist, sich mal die Sicherheitswarnung der Telekom zu ihren neuesten Routern durchzulesen. Dort steht, dass sie nicht in der Nähe von Schlaf-, Kinder- oder Aufenthaltsräumen aufgestellt werden sollen. Sind Klassenzimmer keine Aufenthaltsräume für Kinder?

Was sollte jeder berücksichtigen?

Gutbier: Das, was die Smartphone-Hersteller in ihre Sicherheitshinweise schreiben: Drücken Sie sich das Telefon nicht mehr an den Kopf. Nutzen Sie die Freisprecheinrichtung. Schwangere sollten es gar nicht am Körper tragen. Die mobilen Daten so oft wie möglich ausschalten und keine dauerstrahlenden WLAN-Router und Schnurlostelefone mehr nutzen.

Sie warnen vor den Gefahren des Mobilfunks, doch kaum jemand hört auf Sie. Kommen Sie sich wie Sisyphos vor?